Plattform für Internationale Studierendenmobilität

Über PIM

PIM bietet Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Studierenden eine digitale Plattform für inter*nationale Studierendenmobilität. Gefördert vom BMBF wird die Plattform durch die Beteiligung zahlreicher Hochschulen entwickelt.

Ein wichtiges Ziel ist es, für Hochschulen praktikable Lösungen für die Umsetzung der Anforderung des Online-Zugangsgesetz (OZG) und der Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) bereitzustellen.

PIM nutzt deshalb EU-Standards, insbesondere EMREX/ELMO für Prüfungsleistungen und EDCI für den Austausch von Modulinformationen. Ebenso wird an der Anbindung von EWP-Prozessen gearbeitet, insbesondere dem Learning Agreement.

Weitere Informationen sind in der PIM Broschüre verfügbar:

Vorteile für Hochschulen:

Vorteile für Studierenden:

Allgemein:

PIM Minimum Viable Product

Das Projekt PIM wurde im Mai 2020 gestartet. Bis Mai 2021 wird ein Minimum Viable Product (MVP) fertiggestellt, mit dem eine digitalisierte Anerkennung von Prüfungsleistungen ermöglicht wird.

PIM in 10 Minuten
IT-Architekturbild

Eine detaillierte Ansicht der IT-Architektur können Sie sich HIER ANSEHEN.

Meilensteine
Use Cases

Im Rahmen des MVP werden konkret folgende Use Cases umgesetzt:

Steuerung des EMREX-Import
Anerkennungs-
workflow
Anerkennungs-
import in CaMS
EMREX-Export aus CaMS
Datencockpit
Zentrale Moduldatenbank
Anerkennungs-
prozess/ -historie
Standard-Exporte
Nutzung eID
Integration Datensafe
Beteiligte Hochschulen

PIM und die Digitalisierung

Eine erfolgreiche Umsetzung von PIM gelingt nur in enger Vernetzung und mit weiteren nationalen und internationalen Partnern.

National

  • XHochschule: das gemeinsame Ziel liegt in der Implementierung des OnlineZugangsGesetzes (OZG) für den Bereich Bildung
  • DAAD – Vernetzung zu Partnerprojekten:
      • Internationale Mobilität und Kooperation digital (IMKD)
      • myGuide
      • Digitaler Campus
  • SfH, Stiftung für Hochschulzulassung
  • Bundesdruckerei BDR
  • Anbieter der Campus-Management-Systeme HISinOne, HIS-GX, CampusOnline, FlexNow, CampusNet
  • International Offices der Hochschulen

International

Weitere Plattformen für internationale Studierendenmobilität:

Vorträge

Vorträge und Präsentationen über PIM im Rahmen verschiedener Veranstaltungen sind verfügbar:

News

Glossar

  • EBSI – European Blockchain Services Infrastructure
  • EDCI – Europass Digital Credentials Infrastructure
  • EDSSI – European Digital Student Service Infrastructure
  • eIDAS – Electronic Identification, Authentication and Trust Services
  • EMREX – Netzwerk zum Datenaustausch
  • ELMO – Datenformat in dem EMREX-Netzwerk
  • ESCI – European Student Card Initiative
  • ESSIF – The European Self-Sovereign Identity Framework
  • EWP – Erasmus Without Paper
  • MVP – Minimum Viable Product
  • OLA – Online Learning Agreement
  • OZG – Onlinezugangsgesetz

Newsletter

1.1
Steuerung des EMREX-Import

Mit dem ersten Use Case in der konkreten Umsetzung des PIM können Studierende validierte Unterlagen zu Studienleistungen auf die Plattform übertragen. Weiterhin können sie die Daten für zuständige Hochschulmitarbeitende zur Ansicht für eine Anerkennung freigeben, auch wenn eine Anbindung zu einem CaMS nocht nicht aktiviert wurde.

Die Bildungseinrichtungen, an denen die Leistungen erworben wurden und diejenigen, die Studienleistungen anerkennen sollen, müssen als Vorbedingung an dem internationalen EMREX-Netzwerk teilnehmen.

Die Daten können als Grundlage für einen Anerkennungsworkflow (Use Case 1.2) dienen.

1.2
Anerkennungs-
workflow

Aufbauend auf die Übertragungsfunktionen wird ein Workflow umgesetzt, mit dem Studierende und Hochschulmitarbeitende drei Hauptschritte elektronisch vornehmen können:

– Beantragung der Anerkennung durch den Studierenden

– Bearbeitung des Antrags durch die Hochschulen und Anpassungen bei Bedarf

– Entscheidung über die Anerkennung

Hochschulmitarbeitende erhalten in einem jeweils hochschuleigenen Servicebereich innerhalb von PIM Zugriff auf die Daten, für deren Bearbeitung sie zuständig sind. Hierbei kann nach Fertigstellung des MVP auf die Modulinformationen und auf die Anerkennungshistorie zugegriffen werden. Die Implementierung und Nutzung ist bereits ohne diese Verknüpfung möglich.

Dieser Use Case implementiert Teile des Use Case “Studienplatzwechsel”, eine Leika-Leistung im Rahmen der xHochschule-OZG-Standardisierung.

1.3
Anerkennungs-
import in CaMS

Die anerkannten Leistungen (Use Case 1.2) werden elektronisch über einen Webservice oder über eine CaMS-Schnittstelle in die Prüfungsdatenbank der jeweiligen Hochschule übertragen. Ziel ist ein reibungsloser automatischer Import, beginnend bei der exportierenden Hochschule, über den Anerkennungsprozess in PIM, bis zur Ablage im importierenden CaMS.

2.1
EMREX-Export aus CaMS

Studienleistungen können aus dem CaMS über das Datenaustauschnetzwerk EMREX in PIM exportiert werden. Die Daten werden in das standardisierte Format ELMO übertragen und signiert. Zunächst werden Nachweise einzelner Leistungen exportierbar sein, perspektivisch auch Zeugnisse.

Mit dem EMREX-Standard sind Studienleistungen von Studierenden sowohl in das Gesamtsystem übertragbar, als auch zu anderen Hochschulen, die über die entsprechende Importschnittstelle verfügen.

2.2
Daten-
cockpit

PIM kann für eine zentrale Steuerung der Zugriffsrechte genutzt werden, beispielsweise als Artefaktespeicher für Zeugnisse. Absolventen können ihr Zeugnis als Artefakt in PIM ablegen und es von dort aus weiteren Bildungseinrichtungen zur Verfügung stellen.

Hierdurch wird insbesondere eine Anschlussfähigkeit an den im xHochschule-OZG-Kontext priorisierten Anwendungsfall “Digitales Zeugnis” erschaffen.

3
Zentrale Modul-
datenbank

Die Moduldatenbank unterstützt den Anerkennungsprozess und den Austausch von Studiengangsinformationen zwischen Hochschulen. Für Studierende bietet sie Orientierung bei der Hochschulwahl und bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes.

Die Hochschulen können über Schnittstellen zwischen ihrem CaMS und PIM automatisiert alle nötigen Informationen bereitstellen und aktualisieren, wenn diese elektronisch und in einem strukturierten Format vorliegen. Sofern die Studiengangsinformationen noch nicht automatisch übertragen werden können, besteht für die Hochschule die Möglichkeit, regelmäßig ihre Modulbeschreibungen in einem zentralen Datenspeicher abzulegen.

4
Anerkennungs-
prozess/ -historie

Eine Anerkennungshistorie, die vergleichbaren Fällen anonymisiert dokumentiert, erleichtert die Arbeit bei neuen Anträgen. Die Historie soll hochschulübergreifend über eine Webinterface verfügbar sein und Best-Practice Workflows anbieten, die von den Fachexperten erarbeitet wurden. Sie hat einen Appellcharakter und dient als Unterstützung beim Entscheidungsprozess. Die konkrete fachliche Entscheidung verbleibt bei den Hochschulen. Studierende werden einfache Möglichkeiten zur Einsicht der Anerkennungshistorie des Systems haben, auch ohne Registrierung.

5
Standard-Exporte

Zentraler Gedanke der Plattform ist, dass die vorhandenen Informationen nicht nur über eine Webapplikation betrachtet werden, sondern auch über Schnittstellen in Standardformaten wieder aus dem System ausgelesen werden. Individuelle und hochschulübergreifende Auswertungen/Verwendungen der Daten können so von den Hochschulen oder sonstigen Stellen, basierend auf einem verifizierten und harmonisierten Datensatz, ausgeführt werden. Die Hochschulen verfügen damit über die Möglichkeit, eigene, speziell für Ihre Anforderungen konzipierte Anerkennungsclients zu entwickeln und weiterhin von Funktionalitäten des zentralen System profitieren zu können.

6
Nutzung eID

Grundlegende Funktionsmöglichkeiten eines einheitlichen elektronischen ID’s wie Authentifizierung und automatische Datenübernahme werden integriert. Insbesondere bei der Bewerbung und bei der Immatrikulation an deutschen Hochschulen könnte die automatische Bereitstellung relevanten Daten die manuellen Angaben eliminieren und somit einen großen Mehrwert darstellen. Die Einbeziehung bzw. Übernahme weiterer Authentifizierungsmöglichkeiten (Bürgerkonto, MyAcademicID, eID) wird perspektivisch berücksichtigt.

7
Integration Datensafe

Artefakte und weitere Dokumente (Hochschulzugangsberechtigung, Transcript of Records, Sprachzeugnisse) sollen den Nutzern über die PIM-Plattform bereitgestellt oder durch die Nutzer hochgeladen werden. Perspektivisch sollen hier Funktionalitäten eines übergreifenden OZG-Bürgerkontos eingebunden werden.